08. August - 10. August / England

Mit dem Fahrrad durch England

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Hier seht ihr meine aktuelle Position.

 

Noch kein Geburtstagsgeschenk? - Eine Leseprobe zu meinem Buch HIER

 

08. August  / England - Frankreich / Mit Zelten war heute komisch 

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Wir haben gestern nur geplant 74 km zu fahren, also haben wir verabredet erst um 10 zu starten. Aus 10:00 Uhr wurde dann 10:30 weil es nur ein Klo gab und Rene 30 Minutenvon der Reinigungskraft daran gehindert wurde sich zu entleeren.

Wir redeten echt nur dum rum und besorgten noch ein paar Dinge die wir brauchten.

Irgendwann stellten wir fest, dass die Radrouten die uns durch die Gassen der kleinen Orte führten viel Zeit kosteten, dazu kamen Berge. Keine Monster, es ging auf 200 Meter hoch, entscheidend ist nicht die gesamte Höhe über Null sondern die Anstiege. Die gingen eigentlich auch noch, doch der Wind kam aus der Richtung in die wir wollten. Er hatte schon mal geschaut wie es denn da so ist wo wir hin wollen.

Lange Rede, kurzer Sinn. Wir entschieden uns für einen anderen Platz 20 km näher. Bei der Ankunft erreichte uns die Nachricht, dass wir leider nicht auf dem Platz Zelten dürfen und jetzt kommt es, dass alle zehn Zeltplätze auf der Insel Sheppey nur für Wohnmobile sind. Nach zwei Anläufen habe wir dann einen Platz gefunden wo man für eine Nacht Zelten darf. Toiletten sind geschlossen weil man den Platz nicht wirklich betreibt aber es sind Plumpsklos da. 

Na wir sind nicht direkt ans Wasser gegangen, weil da voll der Wind drauf stand und die zwei Zelte die da standen auch mit lärmenden Kindern besetzt waren.

Wir suchten uns einen Platz hinter einer Hecke der etwas windgeschützt war, planten den nächsten Tag und gingen in unsere Zelte, der Wind war mittlerweile eisig.

Wie ich so im Zelt liege schreibt mir mein alter Freund Steffen, er hat unsere Position im Internet gesehen und Witze darüber gemacht.

Der Spaß war, dass er es cool findet, dass wir direkt neben Loch neun liegen und er hofft dass die Golfer hier tolerant sind und nicht so früh loslegen. Ich erzählte Rene, dass wir mit unserer Vermutung, dass das ein Golfplatz ist, es war alles so schön ordentlich, ganz richtig lagen. Wir hatten unsere Vermutung nur verworfen, weil dort wo wir zelteten ein Stück weiter ein Eimer für die Hinterlassenschaften von Hunden hängt und auch Leute mit Hunden unterwegs waren. 

Na wir haben jetzt beschlossen, dass wir um 08:00 Uhr vom Hof reiten.

Oh wunderbar lustige Welt ....

 

 

09. August  / England / Als wir los sind war die Welt noch in Ordnung 

 

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In der Nacht regnete es und ich war froh, da würde wenigstens keiner auf die Idee kommen schon früh Golf zu spielen. 

Wir hatten verabredet um acht zu starten und als wir fast fertig waren mit einpacken wuselten nicht die Golfspieler um uns rum sondern Hundebesitzer. 

Irgendwie wird der Platz wohl eher als Hundeauslauf genutzt als zum Golf spielen. Man mäht wohl noch den Rasen aber wenn ich mir zum Beispiel das Loch neun ansehe ist es nicht wirklich gut in Schuss.

Es ging wieder in die Bergkette vom Vortrag, also wieder 200 Meter hoch. Das wäre noch gegangen aber es regnete und mit den Regenklamotten war ich nach dem dritten Anstieg auch von innen nass. Also schweißgebadet

Die Autofahrer nehmen echt Rücksicht, wenn du auf der Straße fährst. Bist du neben ihr dann musst du aufpassen, dass du nicht eins der Spaßbäder am Straßenrand erreichst. Es macht splash und schon gibt es auch Wasser von der Seite.

Ich machte meine Späße darüber und Rene fragte mich ob es nichts gibt was mir die Laune verdirbt. Ich sagte ihm, dass ich die Laune verliere wenn mir kalt wird. Flucks traten wir wieder in die Pedale; Pause beendet.

Kurz vor dem Ziel, Hotel war angesagt, waren wir noch schnell einkaufen für den Abend. Rene holte sich auch ein Bier zum Feierabend. Eine Büchse fiel runter und es war ein kleines Loch drin. Rene schaute wie ein Kind dessen Eis aus der Waffel auf den Boden gefallen ist. Die Büche zischte und ein feiner Strahl Bier entwisch. Hm, Rene bekam den Strahl nicht unter Kontrolle und versuchte nun so zu trinken wie man es eigentlich macht. Als er den Schniepel zum Öffnen bog brach der ab. Na die Büchse landete im Eimer und wir auf dem Fahrrad. 

Als wir dann endlich an der Küste waren hörte es kurz auf zu regnen. Die richtige Zeit ein Bild von zweien zu machen die sich nicht die Laune verderben lassen.

 

 

10. August / England / Jetzt wird es ernst

 

 

Boah, was für ein Sauwetter; ich liege im Zelt und konnte eben kaum mit Annett telefonieren also geht es mal wieder an den Blog. Ich weiß nicht wie viele Menschen ihn lesen und ob es überhaupt jemanden interessiert. Aber es ist am Ende auch egal da ich den Blog auch wie ein Tagebuch nutzen kann wenn ich das neue Buch schreibe.  Ich würde mir nur dann nicht soviel Arbeit machen.

Heute Morgen sind wir schon um 08:00 Uhr los. Der Wetterbericht zeigte an, dass es bis 11:00 nicht regnen soll. Für uns hieß das, wir kamen im trocknen nach Dover. Meine Vermutung, dass wir noch bei wenig Wind durch den Kanal kommen und wenig Welle haben ging auf. Kurz nachdem wir an Land waren ging es aber dann auch los, der Wind war um die 40 km/h angekündigt, was aber schlimm war, das waren die Böhen bis 80 km/h. Sie schoben uns dann immer mal weiter auf die Fahrbahn, und das in Frankreich wo sie es mit dem Abstand beim Überholen schon nicht so haben.

Wir fragten am Zeltplatz ob sie uns noch aufnehmen können und einen Platz haben wo wir einigermaßen geschützt sind . Rauf konnten wir, sie waren alle auch ganz nett zu uns, einen wirklich guten Platz mit Schutz vor dem Wind hatten sie aber nicht. 

Wir stellten die Zelte nun bei Wind und einsetzendem Regen so gut wie möglich in den Windschatten der Wohnwagen. Eine Wissenschaft für sich aber ich habe auf der Tour schon an den schärfsten Plätzen gezeltet, wird schon gehen. 

Ich erinnerte mich fast gleichzeitig an meine stürmische Nacht in der Steppe der Mongolei als ich das Zelt echt nur mit Mühe und Not etwas windgeschützt an einem Wasserlauf aufgestellt bekommen habe. Und ich erinnerte mich an die letzte Nacht in dem schönen alten Hotel wo aber mal etwas dran gemacht werden muss. Warm, trocken und man kann zusammen Abendbrot essen. Gestern haben  wir in meinem Zimmer gehockt und heute musste mein Zelt herhalten.

Schon als wir in dem Raum standen wo ich meine Wäsche wusch überlegten wir wo wir essen können. Rene meinte sogar wir sollten in den Raum mit den Waschautomaten essen. Wir setzten uns letztlich in mein Zelt lauschten dem Regen, aßen und freuten uns, dass es morgen flach sein soll, Rückenwind angesagt ist und wir ausschlafen können. Rene meinte, das wäre gut da morgen ja Wochenende ist.

Es regnet noch und mir wird gerade klar, dass ich vier Wochen weiter schon in Berlin bin und alles vorbei ist. Ich glaube es kaum - was für ein Wahnsinn ....

 

 

ACH, UND SCHREIBT RUHIG MAL EINEN KOMMENTAR - ICH FREUE MICH DARÜBER 

 

 

 

Am 25. August haben wir übrigens schon einen neuen Termin für eine live Übertragung gemacht. Es startet wieder um 14:00 Uhr. Im Internet zu hören unter www.rockradio.radio,de Ich hoffe ihr seid dabei.....

Und für alle die lieber Schlager hören bin ich am 01. September auf B2, dem Schlagersender schlechthin, zwischen 11 und 12 bei Dagmar und Micha zu hören.  https://www.radiob2.de

 

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Kommentar von Claudia Harfst |

Doch, ich lese deinen Blog immer, und finde es super, dass du schon so weit aufgeholt hast! Über das Zelten auf dem Golfplatz habe ich mich schon auf Facebook amüsiert ...

Kommentar von gidius marlies |

Hallo Sven, Junior, Mapsi
auch ich lese deinen Blog. Ich musste erst einmal die Hitzewelle über Deutschland irgendwie überstehen. Ist nicht mein Ding. An Fahrrad fahren war überhaupt nicht zu denken- die Küche blieb kalt. Dafür habe ich einen" Mitarbeiter des Monats "(der Monate) auserwählt. Es ist nicht mein lieber Mann nein ! sondern mein Geliebter VENTILATOR. Ich möchte ihm am liebsten einen Namen geben.
Also ihr drei, bald habt ihr es geschafft.
Bleib fit und guter Laune bis bald.

Es sagt lieb Tschüß Marlies

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