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Mein erstes Buch soll zum Start meiner Weltreise am 23.04. 2017 erscheinen, ich liege in den letzten Zügen.

Vorwort

ABER DU BIST DOCH BEHINDERT – für einige meiner Freunde nicht der richtige Titel, für andere genau richtig. Ich weiß nicht, wie Sie es empfinden, ich will Ihnen aber eine kurze Erklärung geben.
Als ich meine ersten Reisen machte, waren einige Leute entsetzt, einige, weil ein Mensch mit Handicap ja solche Reisen nicht planen kann – unmöglich –, und andere, weil sie dachten, das ist eine Nummer zu groß für mich. Nur wenige, ich denke nicht einmal eine Handvoll Menschen, traute mir das zu. Alle anderen dachten – ABER DU BIST DOCH BEHINDERT!?

Die Presse nennt mich mittlerweile oft den „Mutmacher“ und in meinen Vorträgen höre ich von den Menschen, die mir gespannt zuhören, Vergleichbares. 
Wohin hat mich meine Reise geführt und wohin wird sie mich noch führen?

Für mich bin ich immer noch der Junge aus Berlin, der wie eh und je das macht, was ihm gerade einfällt. Ja, natürlich heute etwas überlegter als früher, wo meine Weltreise aus dem Abenteuer Nachbarspielplatz bestand. Aber immer noch stehen das Abenteuer und das Kennenlernen anderer Menschen im Vordergrund. Unterwegs sein, ruhe- und rastlos. Vielleicht aus Angst, irgendetwas zu verpassen, das es lohnt, zu entdecken. Ich weiß es nicht.

Was ich sehr wohl weiß, ist die Tatsache, dass ich trotz meiner Behinderung – diese ist einem Tumor am Hirnstamm geschuldet – immer noch  voll im Leben stehe und anderen mit meiner Geschichte etwas geben kann. Mut und Zuversicht, dass das Leben irgendwie weitergeht – wenn man will.
Der Körper kann nur das machen, was der Kopf will. Und so treibt mein Geist meinen Körper an, immer weiterzumachen und mich aus der Diagnose Pflegefall weiter und weiter zu befreien.
Zum Glück habe ich für mich entdeckt, dass das Leben auch weitergeht, wenn man seinem Lebensinhalt – in meinem Fall das Motorradfahren und Tauchen – von jetzt auf gleich nicht mehr folgen kann.

Ein viel zitierter Ausspruch von mir dazu ist:
„Es ist nicht leicht, mit zwei lebensgefährlichen Diagnosen zu leben, ich kann jedem nur raten, der eine lebensverändernde Krankheit hat – GEBT AUF!! Gebt nicht euch auf, gebt euer altes Leben so schnell wie möglich auf!!!“

So steht es auch auf meiner Website, die am Beginn meiner Reise als Mutmacher fungiert und doch eigentlich nur ein Ergebnis des Drängens von Freunden und Bekannten beschreibt, mit meiner Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen.
Die Website und mein erstes Video sind der Start für viele Dinge, die mir seit 2014 passiert sind. Denn seit nunmehr drei Jahren habe ich einen großen Teil meines Lebens mit der Öffentlichkeit geteilt, in der Hoffnung, dass meine Geschichte immer noch mehr Menschen ermutigt, weiterzumachen.
Was ich durch meine Arbeit in der Öffentlichkeit für mich gelernt habe ist, dass es da draußen in der Welt noch viele „Mutmacher“ gibt. Menschen wie du und ich, zum Beispiel ein Rollifahrer, der mit dem Handbike auch der legendären Route 66 fast 4.000 Kilometer durch die USA folgte.
Oder eine blinde Frau, die ich auf meiner Reise durch das wunderschöne Japan traf. Der Wunsch dieser Frau war es schon immer, mit dem Rad durch Japan zu fahren; sie saß hinter ihrem Mann auf dem Tandem.  
Ich lerne täglich dazu und solange dies so ist, stehe ich nicht umsonst auf und das Leben hat einen Sinn.
Durch diese Begegnungen kann ich auch „Zweiflern“ andere Beispiele liefern und sie ermutigen, weiterzumachen. Es gibt wirklich betroffene Menschen, denen meine Gehbehinderung mit Gleichgewichtsproblemen, die ständigen Doppelbildern beim Sehen, der Verlust des räumlichen Sehens und die immer wieder auftretenden starken Hustenanfälle, weil mein Schluckreflex nicht mehr in Ordnung ist und der Körper versucht, dem Speichel im Rachenraum den Zugang zur Lunge zu verwehren, nicht behindert genug sind.

Mein Leben ist jetzt irgendwie anders und trotzdem für mich so gleich.
Ich reise noch, tue alles für die Menschen, die ich in mein Herz geschlossen habe, und lass den lieben Gott so oft wie möglich einen guten Mann sein.
Das Reisen geschieht auf eine andere Art und die Menschen, denen ich helfen kann, für die ich mich teilweise aufopfere, sind andere. Trotzdem bin ich wie ich bin und war – sozial und reiselustig. Eigentlich hat sich für mich nichts geändert.

Und um dies alles den Menschen um mich herum näherzubringen und ihnen ein Verständnis für einen ganz normalen Typen von nebenan zu geben, habe ich dieses Buch geschrieben. Es startet nur aus einem Grund schon in meiner Kindheit – ich versuche, die am meisten gestellte Frage zu beantworten: „ Hast du alleine unterwegs keine Angst?“
Ich habe mich erinnert an viele schlimme Ereignisse in meinem bewegten Leben, aber auch an noch viel mehr tolle, unvergessene Erlebnisse mit Freunden und der Familie.

Ich hoffe, dass ich euch  mit meinen Worten etwas in den Bann gezogen habe und ihr Lust auf mein Buch bekommen habt. Denn die Reise beginnt für euch hier und jetzt. Viel Spaß bei den Geschichten eines ganz normal schwerbehinderten Typen aus Berlin!

 

 

 

 

 

Hier könnt ihr mein Video bestellen, es ist rechtzeitig erschienen zu meinem neuen Vortrag “Die Route 66, der Donkey und ich.” Sendet mir einfach eine Mail: info@sven-globetrotter.com

Für Berliner: Zum gleich mitnehmen steht die DVD auch in der BERLIN BIKE TOUR Basis in der Bornholmer Straße 75, Berlin 13086.

Dieser Film ist ein Mix aus Doku und Roadmovie, in zwei Teilen, 35 und 32 Minuten und einigen Outtakes zum Preis von 19,90€ plus 2,10 € für den Versand

Ein kleiner Einblick in den Film: klick hier

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