Über mich

  • 1967 kam ich in Ost-Berlin zur Welt
  • 1973-1983 3 POS Frieda Seidlitz, Berlin Weißensee
  • 1983-1985 Dachdeckerlehre
  • 1989 beim Mauerfall in der Bornholmer Straße dabei
  • 1990-2003 Teilhaber einer Dachdeckerei
  • 2003-2009 Tauchlehrer, Instructor Trainer, Assistant Manager in Kroatien, Dominikanische Republik, Ägypten
  • 2009 Teilweise Entfernung eines Tumors am Hirnstamm
  • 2009 als Pflegefall zurück in Berlin
  • 2009 drei Monate Intensivstation (halbseitig gelähmt, künstliche Ernährung, künstliche Beatmung)
  • 2009 drei Monate REHA (Sitzen, Laufen, Essen lernen)
  • 2009 Heirat der Frau die mich schon seit 1996 durch dick und dünn begleitet.
  • 2011 Diagnose: schwarzer Hautkrebs. Weitere OP bei der ein malignes Melanom entfernt wurde.
  • 2015 Sonderaudienz bei Papst Franziskus
  • 2009-Heute: Muskelaufbau, Verfeinern der Motorik im täglichen Leben, Radtouren als Vorbereitung auf eine Weltreise geplanter Beginn: 23.April 2017

Heute (März 2017) sieht es so aus, dass ich einen etwa 1 cm³ großen Tumor am Hirnstamm habe, dieser wurde bestrahlt und wächst derzeit nicht. Die Beeinträchtigungen dadurch sind: Doppelbilder in 90% meines Sichtfeldes.

Wie soll man sich das vorstellen? Wenn ihr schielt und euch vorstellt, dass das bei mir den ganzen Tag so ist, habt ihr eine ungefähre Ahnung. Dadurch habe ich kein räumliches Sehen und Gleichgewichtsprobleme.

Wie ich da Fahrradfahren kann?
Ganz einfach, beim Laufen muss man bei jedem Schritt neu ausbalancieren. Beim Radfahren treibt man das Rad einmal an und es bewegt sich geradeaus. Balancieren auf dem Rad ist für mich somit viel einfacher weil kleine Unebenheiten nicht dazu führen, dass ich ins stolpern komme.

Ich muss jetzt nur noch einmal im Jahr zum MRT um zu schauen ob der Tumor seine Größe verändert. Die Untersuchungen wegen des Hautkrebses sind derzeit halbjährlich.
Und wenn ich mich immer vor der Sonne schütze, so ist meine Chance, dass nicht wieder ein Melanom, auftritt ganz gut.

Es ist nicht leicht mit zwei lebensgefährlichen Diagnosen zu leben, ich kann jedem nur raten, der eine lebensverändernde Krankheit hat – GEBT AUF!! Gebt nicht euch auf, gebt euer altes Leben so schnell wie möglich auf!!!

Es hilft niemanden seinem alten Leben nachzutrauern mit Gedanken an: Ich kann nicht mehr Motorrad fahren, nicht tauchen und vieles mehr.

Reisen ist für mich aber immer noch möglich. Und ich muss sagen: es gibt keine bessere Form zu Reisen als mit dem Rad. Man kommt „schnell“ voran und ist immer mittendrin.

Mein Leben hat sich seitdem stark geändert und ich habe mir neue Bereiche erobert. Es gibt noch so viel zu entdecken in meinem neuen Leben. Und das Schöne, durch die vielen Reisen habe ich keine Zeit mich selbst zu bemitleiden.

Ich bin überzeugt, wenn der Mensch sich neue Ziele setzt, ist eine Art Selbstheilung möglich.

Partner und Freunde