Japan-Radtour / 13.06. / Fast am Ziel, heißt, fast am Ende

Ich bin erst um 10:00 Uhr los, wegen 70 km über flaches Land und bei schönem Wetter, leicht bewölkt, nur leichter Gegenwind, muss man sich nicht wild machen. Ich habe Zeit.  

Ach nee, hast de nicht, du musst noch den Laden finden wo es diese Kimonos gibt den dir die Chefin von dem kleinen Hotel in Nagasaki gegeben hat. Stimmt, stimmt, Junge da war noch was.

Hallo Uli, Hallo Tochter, ich habe den Laden nicht gefunden, das war so ein Center mit hunderten von Läden. Man kann hier auch nicht einfach in einen Laden gehen und so etwas kaufen. Das ist wie bei uns wenn du eine Tracht haben willst, bekommst du die auch nicht bei C&A. Es sind spezielle Läden nur für so etwas. Und wenn ich das richtig verstanden habe, werden irgendwie alte Kimonos erneuert oder alter Stoff verwendet. Da bin ich nicht ganz hinter gestiegen.

Also eine Chance gibt es noch, ich bin hier vorhin an einem kleinen Laden vorbei der hatte so etwas im Schaufenster, war aber schon zu. Ich fahre da morgen noch einmal hin und schaue ob der offen hat. Morgen ist Sonntag, manche arbeiten andere nicht. Ich versuche es, muss da so und so lang.

Aber weiter zum Ablauf: Der Weg von Tokio nach Narita ist weitgehend flach, Außnahmen bestätigen die Regel. Nee sind echt nur kleine Steigungen drin.

Was wieder nervig ist, dass eine Stadt die andere jagt. Wenn ne Brücke kommt kannst du schon fast von ausgehen, dass du gleich in einer anderen Stadt bist.

Somit hast du viel Verkehr, sogar mal Staus. Aber egal, ab auf den Bürgersteig, ist so schön einfach hier. Ja wie ich so stehe und warte, die Sonne hat sich so langsam durch die Wolken gedrängt, es sind 40°C in der Sonne, ich warte, dass es grün wird, merke ich beim anfahren, dass etwas nicht stimmt. Du hast wenig Luft drauf. Mist!!

Platten hinten. Mist, Mist, Mist.

Also Taschen ab, Rad auf den Kopf, zum Glück ist da gerade ein kleiner Park, somit Schatten unter den Bäumen. Das finden auch andere toll!! Und so trollen sich alte Menschen und machen Übungen um fit zu bleiben.

Ich bin echt froh, dass ich die GAADI Schläuche habe, diese Erfindung ist Gold wert, Decke eine Seite von der Felge, Schlauch raus und schauen wo das Loch ist, habe nichts gefunden.  Na egal, schauen ob du was in der Decke findest. Nichts. Das macht mich nicht glücklich, schön ist wenn du das Loch im Schlauch findest, dann kannst du ihn ans Rad halten und weißt wo du in der Decke nach dem Übeltäter suchen musst. Also gut, den neuen Schlauch rein und hoffen. Decke wieder rauf und Luft pumpen. Die Luft hällt noch, der Gegenstand scheint wieder draußen zu sein.

Ja unplattbar heißt nicht wirklich, dass du immer Ruhe hast. Mir ist auch aufgefallen, dass die Decke hinten schon sichtbar abgefahren ist. Muss ich dann im Sommer mal wechseln, vorne nach hinter und hinten nach vorne. Die Continental haben so etwa 7.000 km gehalten, mal sehen was Schwalbe sagt. Die Reifen sind dann nicht voll runter aber meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass wenn der Reifen zu weit abgefahren ist der Schutz nicht mehr so toll ist.

Gut also nach nicht einmal 1.500 km der erste Platten.  Da bin ich aber schon weiter gekommen.  Schlimm bei der Aktion war, dass trotz der Bäume immer noch 34° C waren. Zum heulen.

Der Rest verlief ruhig, ich fuhr und fuhr und als die nette Dame Maps in meinem Telefon meinte ich muss nur noch abbiegen, dann bin ich da, stand ich, nach 9 Stunden Radfahren, vor einer 10 % Steigung. Na wenn das Hotel keine gute Aussicht hat welches dann. Mist.  

Ich bin übrigens jetzt in Narita, etwa 60km von Tokio. Das ist das Ziel meiner Reise, von hier fliege ich Montag zurück. Meine Tour neigt sich also dem Ende zu.

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