02. & 03. Juni / Inklusion braucht Aktion Tour 2016 / Russland / Ein neuer Tag bringt oft Veränderungen

Zum gestrigen Tag gibt es nicht so viel zu sagen, nur das wichtigste – Die Straße ist wieder gut. Mein Fahrstreifen ist sehr schmal aber der Rest vom Randstreifen ist fast immer fest, sodass man gut Ausweichen kann wenn es nötig ist. Gleich an der Stadtgrenze zu Wologda kam ein Mann auf einem Mountainbike angefahren, hier fahren glaube ich nur die alten Herren sehr schnittig. Er ist 77 Jahre und fuhr wie ein junger Gott, genau wie der vor zwei Tagen. Wir redeten kurz, er war beeindruckt und dann fuhren wir los, er hing immer in meinem Windschatten und hielt mir den Rücken frei, es ging zügig bis er abbiegen musste. Tschüß und gute Fahrt, weg war er. Die Straßen sind voll und der Zustand könnte besser sein, ich fand mich auf dem Bürgersteig wieder.

Auf dem Weg nach Wologda habe ich ja ein Bild mit dem Schild nach Sankt Petersburg gemacht, ich glaubte da noch, dass ich diese schöne Stadt jetzt einfach ohne acht am Rande passieren würde. Als ich am Abend meine Pläne für die nächsten Tage machte, wurde klar – wir sehen uns schon in ein paar Tagen wieder.

Damals als ich die ganze Tour hier plante, da war es noch eine Tour zur Vorbereitung auf meine Weltreise. Ich bin froh, dass ich sie gerade mache, konnte noch einiges mitnehmen, meine fahrerischen Leistungen verbessern. Sie hilft mir immer noch dabei, sie hat aber jetzt ein Motto bekommen ¨Inklusion braucht Aktion¨ und ich habe die Fackel von ¨Netzwerk Inklusion Deutschland¨ mit. Zwei Dinge die mich auch stolz machen. Jetzt hat das ganze aber noch einen anderen Stellenwert. Ich fahre Botschaften an, mache Termine mit der Presse und muss nun Termine halten. Stockholm und Oslo wollte ich eigentlich nur mitnehmen wenn die Zeit dafür reicht, jetzt sind die feste Bestandteile meiner Tour. Ich werde mit der Fackel erwartet. Wichtig für beide Projekte, dass ich die Termine halte.

Zum Nordkap will ich auf jeden Fall, ich schleppe nicht schon die ganze Zeit warme Sachen umsonst mit. Hehe. Ende vom Lied: Ich muss den Teil von Russland auf den ich mich am meisten gefreut habe sausen lassen, die Fähre nach Helsinki nehmen und ein paar Kilometer mit dem Zug machen. Ich muss 800 Kilometer wieder raus holen. Durch den späten Start, die Pausen wegen der Presse und natürlich die Straßen, was ich vollkommen unterschätzt habe (wieder was gelernt), habe ich diese Kilometer seit meiner Landung, nach und nach, verloren. Aber das Nordkap sehe ich, dafür bin ich ja eigentlich losgezogen.

Das Motto bleibt: NORDKAP ICH KOMME !!!

Der Pressetermin heute war toll ich habe dadurch noch einiges über die Stadt erfahren eine nette Dolmetscherin und eine Reporterin getroffen. Viel gelacht, tolle Bilder gemacht, Bericht ist schon im Netz und wird die Tage von meinem Freund Mitja übersetzt. Noch ein tolles Telefonat mit der Redakteurin und viele gute Wünsche für mich. Man hat mich auf Grund meiner Art glaube ich auch wieder gleich ins Herz geschlossen. Daumen hoch….

Die beiden haben mir dann noch eine Adresse einen Fahrradladens besorgt. Hm, halbherzig, der Laden, bei uns gibt es bessere Räder im Baumarkt. Einen vernünftigen Ständer gab es also nicht. Trotzem Danke für die Bemühungen.

Sankt Petersburg -Helsinki – Nordkap – Icke ist auf dem Weg

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