30 . Juni / Inklusion braucht Aktion Tour 2016 / Schweden / Gefallen dran gefunden….

Es sollte Mai 2014 etwa gewesen sein. Ich hatte auf meiner Route 66 Tour schon Arizona ein gutes Stück durchquert. Es wurden mehr Straßen, das Land wurde nicht mehr nur von einer Route durchzogen. Genau das bedeutete für mich, dass ich immer öfter in die Walachhei gesendet wurde. Das Fahren auf dem Seitenstreifen wurde nun teilweise verboten, man konnte begleitende Straßen nutzen, was natürlich nicht so schön schnell ging, weil diese oft die Orte verbanden die neben den Interstate liegen.

An jeder Auffahrt wo das benutzen der wirklich großen Straßen verboten war stand das verhasste Schild mit dem Fahrrad und dem Strich durch. Ich hasste es durch die Gegend zu eiern wo wirklich nichts zu sehen ist außer Sand und Zäune. Die Farmen dahinter kannte man nur erahnen.

Hier scheint es so ähnlich zu sein, wobei ich das noch nicht wirklich heraus gefunden habe. Da die Straßen auf denen ich mich gerade bewege sehr komisch angelegt sind; man hat Europastraßen die eigentlich aussehen wie eine Art Landstraße, etwas breiter vielleicht. In der Mitte ist aber ein Leitsystem und oft in Kurven oder an Brücken und Steigungen rechts auch noch Leitplanken. Die Höchstgeschwindigkeit ist 100 km/h. Der Streifen am Rand beträgt etwa 50 cm was noch ok wäre, habe ich schon tausende von Kilometern gemacht. Hier ist es aber grausig. Die Autos die dich überholen können nicht wirklich weit nach links fahren, da ist ja ein Hindernis in der Mitte man selbst kann nicht nach rechts ausweichen weil nach den 50 cm Randstreifen noch etwas Sand kommt und danach geht es 1-2 Meter runter in den Graben. Aber auch das ist noch ok. Nur wenn dann wirklich rechts auch noch die Leitplanke dazu kommt musst du die Fahrbahn nutzen, es ist praktisch kein Randstreifen mehr da. Ich sage euch die Nummer ist heiß, ich habe mich noch in keinem Land der Welt so unwohl gefühlt. Das ist auch der Hauptgrund warum ich gerade über die Dörfer durch die Wälder im Zick Zack fahre. Ich habe Zeit und das Gefühl auf Sandstraßen zu fahren ist 1.000 mal besser.

Ich habe jetzt auch langsam gefallen daran gefunden hier über die Dörfer zu fahren, die Straßen sind teilweise schon ziemlich steil und der Sand ist von Zeit zu Zeit nervend, wenn er mal wieder nass ist und es nicht richtig rollt oder er lose ist und man stecken bleibt und zusehen muss nicht auf der Nase zu landen. Ab und zu hat man dann mal eine Baustelle wo gerade gar keine Straße mehr da ist, das ist auf einem Weg der sehr wenig, fast gar nicht, befahren ist natürlich nicht so wild, man schiebt einfach über das Feld daneben. 

Der Tag wechselte sich mit Regen und Sonnenschein ab, das einzige was echt belastend ist. Du musst dich ständig umziehen. Zu warm, zu kalt, zu feucht …..

Gegen Abend hatte ich dann trotz des hin und her mein Ziel erreicht, Kilometer mache ich so natürlich um einiges mehr. Ich stand am Straßenrand und studierte meine Karte im Handy und schon hielt ein Radfahrer und wollte wissen ob er helfen kann. Ich kannte den Weg, wollte ihn aber nicht verblitzen, vielleicht hilft er dann beim nächsten Mal einem anderen nicht mehr. Ich fragte freundlich nach dem Zeltplatz und er gab mir die Richtung vor. Wir standen beide im Regen und plauderten über meine Tour und die Fackel die im Gepäck ist. Ein Bild, eine Visitenkarte von mir, damit er unser Bild auch wieder finden kann, noch einmal ein herzliches Dankeschön und schon ging es weiter.

Am Zeltplatz angekommen fragte ich erst einmal nach den Preisen fürs zelten und dann für einen Bungalow. Zelten wollte ich nicht wirklich, ich hätte alles im Regen aufbauen müssen. Sie wollten für einen Bungalow 75 Euro, das ist ja mehr als viel, das kann und will ich nicht bezahlen. Ich fragte nach einer anderen Möglichkeit. Das nette Mädel an der Rezeption sagte es gibt noch ein Hostel gleich auf der anderen Straßenseite. Ich erklärte ihr, dass ich nicht mit anderen zusammen schlafen kann da ich durch Krankheit sehr laut schnarche und man mich wohl töten würde. Sie sagte sie werde dort mal anrufen und fragen ob sie auch Zimmer für eine Person haben.

Dort angekommen, man hatte man schon was für mich vorbereitet, sehr freundlich. Ich wurde in einem Zimmer das eigentlich für acht vorgesehen war untergebracht. Es war noch frei, man konnte es vermieten und mir war geholfen. Das beste daran war dann aber noch, dass ich für das Zimmer weniger bezahlte als ich für mein Zelt und mich auf dem Zeltplatz bezahlt hätte, UND, es war noch Frühstück mit dabei. Glück….

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