28. März 8.30 Uhr aufstehen, wir haben die Zeitverschiebung voll im Griff (6. Tag)

Was für ein Unterschied; in Russland ist die Grenzstation ein Ort der eher unansehnlich ist und auf der chinesischen Seite sieht es aus wie in Las Vegas – Mitten im Nichts funkelt und leuchtet es vom feinsten.
 
Wir haben in der Nacht (auf dem Bahnhof) dann noch unsere Rubel in Yuan getauscht, voll Miese gemacht :-(. In China sieht alles etwas anders aus als bei den Russen. Die kleinen Orte mit den typischen Holzhäusern sind für uns Geschichte. Hier wird überall gebaut und alles neu gemacht. Reisfelder die in Vorbereitung sind, eine neue Bahntrasse direkt neben der alten, neue Stromleitungen, neue Straßen, Fabriken und, und, und. Annett macht ein Bild nach dem anderen.
 
Übrigens fährt der Zug hier etwas ruhiger als in Russland, die Schienen sind bestimmt besser.
 
Das ganze hier erinnert uns irgendwie an Ägypten; Städte die aus dem Nichts erwachsen, bunte Werbung und irgendwie ungeordnet. Riesige Städte die wirken als gehörten sie da nicht hin weil etwas weiter Felder und kleine Dörfer sind/ schon immer waren. Aber das empfinden wahrscheinlich nur Europäer so weil bei uns alles so ¨natürlich¨ gewachsen ist. 
 
Vor kurzem sind wir durch Harbin gefahren – Rauch-und Fotopause. Die Stadt hat heute 3,2 Millionen Einwohner und ist eigentlich durch den Bahnbau entstanden. Viele Russen (über 100.000) haben hier gewohnt, sind aber 1931 als das japanische Protektorat Mandschuko entstand und die Bahnlinie an Japan verkauft wurde geflohen, ihre wirtschaftliche Grundlage war verschwunden, einige gingen in die Sowjetunion andere zogen Richtung Westen.
 
Das Wetter lässt gerade zu wünschen übrig, seit Tagen der erste Regen für uns. Ich hoffe Peking empfängt uns nicht so trübe; noch sind es 20 Stunden Bahnfahrt.
 
Essen in chinesischen Speisewagen; essen mit Stäbchen funktioniert, es kann also los gehen.

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