26. März / 4. Tag in der Transsib

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Kurz nach der Jahrtausendwende im Frühjahr 2000 habe ich mir in Frankfurt am Main eine Buell S1 Lightning gekauft, ich wollte diese Maschine unbedingt haben. Zu der Zeit war ich, in der Saison, noch jedes Wochenende mit dem Motorrad unterwegs. Mein alter Shovel (HD Baujahr 1974) machte das alles gut mit, doch meine Knochen wurden langsam müde. So ein Chopper sieht vielleicht bequem aus ist er aber nicht. Die Buell wurde von da an mein Reise-Bike, schnell mal von A nach B und trotzdem nen Harley-Motor unterm Arsch.  :-).
 
Warum komme ich jetzt darauf?? Wir sind gerade von Irkutsk zum Baikalsee aufgebrochen. Dieser See ist der tiefste der Welt (1637m), das größte Süßwassenreservoir, 27-80 Kilometer breit und 636km lang. Das ist der Grund warum ich gerade auf die Buell kam, die Strecke nach Frankfurt beträgt, glaube ich noch zu wissen, 660km von Berlin aus. Nicht vorstellbar, dass dieser See fast die ganze Strecke ausmacht.
 
Ich freue mich auf ein Wiedersehen 2017 denn mein Weg nach Vladivostock führt mich genau hier wieder vorbei. Russland ist auf dieser Bahnreise irgendwie noch größer geworden und mein Respekt noch gestiegen. Ich werde auf meiner Reise um die Welt etwas unbeschreibliches erleben, ein Land das so groß ist, dass ein See der so riesig ist einfach als kleiner blauer Fleck irgendwo in Sibirien auf der Karte erscheint. Alleine um an dem See entlang zu fahren brauchst du schon mehrere Tage. ;-)- Wahnsinn.
 
Die Landschaft ist Atemberaubend, der Zug hat sich gerade auf 1360m hochgearbeitet, links ist der See und auf der anderen Seite sind Berge die noch bis 2200 Meter gehen. Schön. Und immer wieder Dörfer im ¨Nichts¨. Annett fragt sich die ganze Zeit was die Menschen hier machen.
 
Ulan-Ude war die letzte Station wo Annett rauchen konnte, sie ist die Hauptstadt der Region und ab hier merkt man dann auch endlich, dass wir ja schon eine ganze Weile in Asien sind. Die Burjaten, verwandt mit den Mongolen, bilden hier ein Viertel der Bevölkerung. Die Gegend hier scheint mir etwas reicher zu sein als viele Orte an denen wir vorbeigefahren sind, die Häuser/Dörfer/Städte sehen einfach besser aus.

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