14. & 15. Juni / Inklusion braucht Aktion Tour 2016 / Finnland- Norwegen / Nette Begegnung

Keine Luft im Reifen und das gleich am Morgen wenn man noch nicht einmal richtig wach ist, ist etwa so als wenn dir jemand auf deine leckere Leberwurststulle, ganz frisches, warmes Brot, mit Kruste, die Wurst frische vom Fleischer, Erdbeermarmelade schmieren anstelle von Senf. DAS BRAUCHT NIEMAND !!!

Naja, Dank meiner genialen Schläuche von GAADI ist so ein Schlauchwechsel eine schnelle Sache und man macht sich die Finger nicht schmutzig (fast), weil man ja nur die Decke abheben muss. Blöd ist es nur wenn man dann den Schlauch geflickt hat, ein paar Kilometer gefahren ist und die Luft wieder nicht da ist wo sie sein soll – im Schlauch. Ich habe nicht nach der verlorenen Luft gesucht, ist aussichtslos, braucht ihr nicht versuchen. Also Rad wieder auf den Kopf, Schlauch raus und siehe da, deine Befürchtung hat zugetroffen. Der Flicken war nicht richtig fest, ich konnte ihn abziehen. Hatte gleich so ein komisches Gefühl als ich die Kummilösung auf die Stelle wo das Loch war auftrug, war wie Gelee und lies sich ganz schlecht verteilen, es war wohl zu kalt, das Zeug war nicht richtig zu gebrauchen. Also anderen Schlauch rein und fertig, es rollte wieder, zum Glück.

Die Landschaft ist echt ein Hammer und ich freue mich schon, das ganze hier mal mit Annett zu erkunden, wir wollen auf jeden Fall mal zusammen hier her. Ich muß immer alles erkunden und was schön ist entdecken wir dann zusammen. Einer erkundet der andere muss dafür arbeiten gehen. Was ist nun besser? Durch die Gegend fahren bei Wind und Wetter, Berge, Regen, Sonne stundenlang in die Pedale treten und am Abend einen geeigneten Platz zum schlafen finden. Oder. Geregelt seiner Arbeit nachgehen und am Abend in sein schönes Zuhause zu gehen. Ich sage >>Alles zu seiner Zeit<< und >>Ich fahre lieber Rad und nehme die schlechten Dinge in Kauf. Bin frei.

Nicht mehr weit bis zur Grenze und noch drei Tage bis zum Kap, irre dann ist eine große Hürde genommen. Pah. Hier gibt es Orte die kann man nicht einmal den Namen aussprechen, nur wenn man sich ganz doll Mühe gibt, ist wie in Ungarn oder auch bei den Türken. Ob die auch solche Probleme haben unsere Ortsschilder zu lesen?

Rein in den Wald und einen geeigneten Platz suchen, super gleich gefunden. Am Tag zuvor sah das anders aus, nach ewiger Suche bin ich in einem Stück, eigentlich würde ich es nicht Wald nennen, gelandet. Die Bäume die dort standen waren mickrig und boten mir kaum Sichtschutz zur Straße , etwas weiter hinter dem Berg, auf dem dann gar kein Bäume mehr standen, wäre alles gut gewesen, hätte aber auch anders sein können, Tja mit so einem vollgeladenen Rad fährt man ungern mal etwas weiter um da festzustellen du musst zurück, also ich wenigstens. Zelt aufbauen schlafen

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Nicht mehr weit, und schon bist du in Norwegen. Ein neues Land auf deiner Liste der Länder in denen du schon mit dem Fahrrad warst. SCHÖN. Alle die ich so getroffen habe, denen ich erzählte, dass ich nach Norwegen will die erzählten mir >>Die haben ganz schöne Berge. Also mir reicht das hier in Finnland schon, keine Brecher mit Serpentinen, nein, keine Alpen, Karpaten oder sonst irgendwas, nee. Hoch, runter und noch mal, das war es, immer so zwischen 200 und 300 Metern. Seit ich die E75 verlassen habe, fahre jetzt auf einer kleineren Straße, ist es schlimmer geworden. Die Straße ist nicht angepasst, man hat nichts weg genommen von den Bergen und in den Tälern nicht aufgefüllt, es geht so wie es kommt hoch und runter, Steigungen von 10% inklusive. Ich hoffte, dass sich das gibt wenn ich in Norwegen bin. Schnell noch an der Grenze in den Supermarkt in Finnland, Norwegen soll viel teurer sein hat mir jemand unterwegs erzählt. Ich bin fast nicht mehr geworden, es geht noch teurer. Irre, ich drehe jetzt schon Kreise wenn ich mich wieder mit dem Nötigsten ausgestattet habe.

Taschen voll, mehr geht nicht, und nun nach Norwegen, andere Straßenseite, ich liebe das so ohne Grenzen, also die man merkt. Ein Schild, du bist jetzt in einem anderen Land, fertig.

Gleich am ersten Berg in Norwegen, rollten mir eine Frau und ein Mann entgegen. Winken, Hallo, stoppen. Wir tauschten uns aus, eher selten wenn dir ein Paar entgegen kommt, die haben sich ja zum reden. Sie hielten, sie waren interessiert was da für ein Typ radelt. Freude, wenn man alleine fährt ist es sehr schön wenn man jemanden trifft und nur schnell ein paar Dinge austauscht. Sie erzählten, dass sie im Norden am Wasser lang sind, sehr schön, meinten sie. Ich vermutete, dass sie dann auch am Kap waren und erhoffte News. Nein, sie waren dort nicht. Ich erzählte was ich so die nächsten Tage mache, und als ich sagte ich bin am 24. wieder in Helsinki, da leuchteten die Augen der beiden. Sie wohnen dort und wenn ich will soll ich mich melden, wenn ich wieder da bin, ein Platz zum schlafen findet sich. Daaaa leuchteten dann meine Augen. Geld gespart, gut, hier wird mich das Essen noch genug kosten.

Ein Stück weiter sah ich dann schon vom Weiten die Berge von denen alle immer sprachen, sie waren stellenweise noch mit Schnee bedeckt, was erwartet dich die nächsten Tage? Kommt deine restliche Ausrüstung nun doch noch zum Einsatz?

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