Das neue Projekt

Kirsten Hase und ich auf der REHACARE
Nach der Werksbesichtigung bei Rohloff
Jürgen (mein blinder Tandempartner) und ich bei einer Proberunde
Auf dem Titel vom Berliner Kurier
Rene und ich vor Dover, er hat mich auf meiner Weltreise ein Stück von London nach Brüssel begleitet
Wieder eine Hürde genommen, das Russland-Visum

Ich plane eine ca. 15.000 Kilometer lange Radtour von Berlin nach Tokio zu den Paralympics 2020. Ich möchte einem anderen Menschen eine solche fantastische sechsmonatige Reise auf dem Fahrrad ermöglichen. 

 

Auf meiner Weltreise hatte ich viel Zeit darüber nachzudenken, für wen so eine Reise so weit weg ist wie eine Reise zum Mond. Geld ist die eine Sache, die man auf jeden Fall benötigt, aber das ist eine Einschränkung, die lösbar ist. Ein körperliches Handicap dagegen ist schon relevanter. Jemand, der ein Bein oder einen Arm verloren hat, kann eine solche Reise meistern. Jemand, der stumm oder taub ist, auch. Und viele Beispiele zeigen, dass man dafür nicht einmal eine Person braucht, die einen unterstützt. 

 

Jemand mit einer Querschnittslähmung hat es schon wesentlich schwerer. Dahin ging meine erste Überlegung. Nach vielen tausend Kilometern bin ich zu der Entscheidung gekommen, dass ich bei meiner eigenen Behinderung eine Art Rikscha bräuchte, um einem Menschen mit einer Querschnittslähmung eine solche Reise zu ermöglichen. Und auf jeden Fall müsste eine Begleitperson dabei sein. Viele Dinge müssten organisiert werden, die ich derzeit nicht auf die Beine stellen kann. – Aber glaubt mir, ich habe die Idee noch nicht verworfen.

 

Dann habe ich mich an eine Begegnung vor ein paar Jahren erinnert: Ich traf eine blinde Frau, deren großer Traum es war, auf dem Fahrrad durch Japan zu fahren. – Unmöglich? Nein: Sie saß hinter ihrem Mann auf einem Tandem und wirkte sehr glücklich, fast euphorisch.

Ich überlegte lange und kam zu dem Schluss, dass das Pino von HaseBikes das richtige Tandem dafür wäre. Auf meine Anfrage hin hat uns die Firma Hase Bikes ein Pino Tandem gesponsert. Vielen Dank noch einmal an dieses tolle Team, die immer ein offenes Ohr haben für Menschen mit Einschränkungen!
Ja, und um die Freude perfekt zu machen hat uns Frau Rohloff wieder eines ihrer tollen Getriebe beigesteuert. Ein perfektes Bike für das Vorhaben.
DANKESCHÖN (Mein Erfahrungsbericht auf der Rohloff-Webseite)

 

Meine jetzige Planung geht also dahin, dass ich diese fantastische Reise mit einem blinden Menschen unternehmen möchte. Ich habe ihn wohl gefunden, den geeigneten Tandempartner. Seit ein paar Wochen bereiten Jürgen und ich uns auf das große Abenteuer "SEH- UND GEHBEHINDERT - 15.000 km mit dem Tandem von Berlin nach Tokio zu den Paralympics 2020" vor.
Ich habe dazu eine neuen Blog gestartet, schau mal rein und erlebt das Abenteuer hautnah.

Wir brauchen noch einige Unterstützung von der Industrie für Ausrüstung.
Weiterhin ist es geplant, dass uns Menschen in schwierigen Gegenden notfalls mit Lebensmitteln versorgen können sollten, etwa wo wir über Pässe von mehr als 3.000 Metern müssen oder in der Wüste Gobi. Dort sollten Unterstützer in der Nähe sein. Ich werde auf dieser Reise erstmals Verantwortung für eine andere Person übernehmen und möchte nicht scheitern und dabei jemand in Gefahr bringen. Ich habe oft erlebt, dass ich in Gegenden unterwegs war, wo der Nachschub eingeschränkt war. Ich musste 14 Liter Wasser transportieren um die nächste Station zu erreichen. Wenn ich diese Menge mal zwei Personen auf einem Tandem rechne, komme ich bald an Grenzen der Belastbarkeit und des Stauraums.

 

Hier kommt IHR ins Spiel: Wer mal einen etwas anderen Urlaub wagen möchte und sich vorstellen kann und Lust hat, uns in einem Auto zu begleiten, der kann ja mal drüber nachdenken, ob es nicht eine Bereicherung seines Lebens wäre. Man muss nicht ständig in unserer Nähe sein. Euren Urlaub müsstet ihr selbst finanzieren, wie wir auch, aber ich versuche eine Person oder Firma zu finden, die die Kosten eines Mietwagens übernimmt.

 

 

Es steckt alles noch in der Anfangsphase, und darum schaut immer wieder mal hier vorbei, denn es gibt in Kürze mehr:

Update 12.08. 2019
Der Start der Tour steht fest, am 07.03. 2020 starten wir am Brandenburger Tor, seid gerne dabei wenn es heißt Abschied nehmen und gute Wünsche mit auf die Reise schicken. Wir freuen uns auf euch!! Come together ...

 

Update 01.09. 2019
Der Ohrfunk hat mit uns ein Interview geführt um auch blinden Menschen eine Tür zu öffnen. hier geht es lang >>>>
Bei Micha vom B2 Radio durfte ich mal wieder zu Gast sein. Von dem Interview gibt es ein Video. hier geht es lang >>>>
Ein Artike von der Berliner Morgenpost geschrieben von Thomas (echt gelungen) sollte nicht fehlen. hier geht es lang >>>

 

Kurzes Update 26.01.2020
Wir werden am 07.03. 2020 am Brandenburger Tor starten und mit Polizeieskorte nach Weißensee zum Antonplatz fahren, wir wollen für ein Miteinander werben, alle Radfahrer, Handbiker, Jogger und alle die die Strecke mühelos zurücklegen können sollen uns gerne begleiten. 
Für alle anderen ist der Treffpunkt Antonplatz wohl besser. Dort ist ab 10:30 Uhr eine Veranstaltung mit Rednern aus Politik, Sport und Kultur.
Das Motto der neuen Reise ist nämlich "Inklusion rockt & rollt" wir werden die Tour in Partnerschaft mit dem handiclapped e.V. rocken & und rollen. (www.handiclapped-berlin.de)

 

Update 29.01. 2020
Vor ein paar Tagen haben wir ein Interview das Berlin-av mit uns gemacht hat hochgeladen. Vielen Dank an dieses tolle Team, das uns schon so lange unterstützt. Hier geht es zum Interview 
Für unseren Vortrag am 06.03. in dem wir über unsere Vorbereitungen zu unserer sechsmonatigen Reise reden werden wollen wir berichten was wir in den zehn Monaten der Vorbereitung auf 3.000 km über die Alpen, auf den Brocken und mehrer Male zur Ostsee usw. erlebt haben. 
Zum Werbetrailer 
Und zu guter letzt hat mir heute mein Freund René erzählt, dass er mich wieder ein Stück begleiten wird. er wird mit Jürgen und mir bis Warschau radeln, da werden wir die Deutsche Botschaft besuchen und über das Thema Inklusion sprechen. Ich möchte gerne wissen was man in anderen Ländern für ein Miteinander macht.

 

Update 30.01. 2020
Hier ist der Artikel zum Titelbild im Berliner Kurier ist hier auch online nachzulesen, schön dass uns die Medien so toll unterstützen. 
Link zum Artikel

 

Update 31.01. 2020
Jürgen hat unsere Pässe vom Visa Amt abgeholt. Es musste noch einmal geändert werden da wir zwei Einreisen für Russland brauchen, eine Vorsichtsmaßnahme falls wir über die Mongolei reisen müssen um nicht zu viel Zeit in China zu verbringen. Das hängt davon ab ob wir ein Visum für 30 oder 60 Tage für China bekommen. Unsere gesamte Planung richtet sich nach diesem Visum.

 

Update 02.02. 
Ich habe mit Peter Mandel vom handiclapped e.V. mal wieder ein paar Dinge für den Start organisieren können, unsere Bühne für den Antonplatz ist fix. Es wird ein LKW sein, wir müssen Kosten sparen und es muss alles schnell wieder abgebaut sein für die Kundgebung.
Es spielen die Bands Handiclapped und Steinlandpiraten. Ein herzliches Dankeschön an beide dann sie unterstützen uns indem sie keine Gage nehmen.

 

Update 03.02.
Langsam ist unserer Bühnenprogramm ausgefüllt. 
Folgende Vertreter von Verbänden und vereinen haben sich bereit erklärt uns ein paar Wünsche mit auf den Weg zu geben und über ihre Arbeit für ein Miteinander zu sprechen:
Ein lieber Freund, André Nowak, vom Allgemeinen Behindertenverband in Deutschland e.V.
Marianne Buggenhagen, mehrfache Goldmedaillengewinnerin  der Leichtathletik bei paralympischen Spielen 
Kirsten Ulrich,  Vorsitzende des Karower Dachse e.V. / Vizepräsidentin beim Landessportbund Berlin
Peter Mandel, Projektkoordinator bei Handiclapped-Kultur Barrierefrei e.V.
Joachim Günzel, Vorstand ABSV (allgemeiner Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin
Peter Brass, Vorstand DBSV (Deutscher Blinden und Sehbehindertenverein)
Thorsten Wolf, Vorstand BBSV (Blinden- und Sehbehindertensportverein Berlin)

Partner und Freunde