Das neue Projekt

Ich plane eine ca. 14.000 Kilometer lange Radtour von Berlin nach Tokio zu den Paralympics 2020. Ich möchte einem anderen Menschen eine solche fantastische sechsmonatige Reise auf dem Fahrrad ermöglichen. 

 

Auf meiner Weltreise hatte ich viel Zeit darüber nachzudenken, für wen so eine Reise so weit weg ist wie eine Reise zum Mond. Geld ist die eine Sache, die man auf jeden Fall benötigt, aber das ist eine Einschränkung, die lösbar ist. Ein körperliches Handicap dagegen ist schon relevanter. Jemand, der ein Bein oder einen Arm verloren hat, kann eine solche Reise meistern. Jemand, der stumm oder taub ist, auch. Und viele Beispiele zeigen, dass man dafür nicht einmal eine Person braucht, die einen unterstützt. 

 

Jemand mit einer Querschnittslähmung hat es schon wesentlich schwerer. Dahin ging meine erste Überlegung. Nach vielen tausend Kilometern bin ich zu der Entscheidung gekommen, dass ich bei meiner eigenen Behinderung eine Art Rikscha bräuchte, um einem Menschen mit einer Querschnittslähmung eine solche Reise zu ermöglichen. Und auf jeden Fall müsste eine Begleitperson dabei sein. Viele Dinge müssten organisiert werden, die ich derzeit nicht auf die Beine stellen kann. – Aber glaubt mir, ich habe die Idee noch nicht verworfen.

 

Dann habe ich mich an eine Begegnung vor ein paar Jahren erinnert: Ich traf eine blinde Frau, deren großer Traum es war, auf dem Fahrrad durch Japan zu fahren. – Unmöglich? Nein: Sie saß hinter ihrem Mann auf einem Tandem und wirkte sehr glücklich, fast euphorisch.

Ich überlegte lange und kam zu dem Schluss, dass das Pino von HaseBikes das richtige Tandem dafür wäre. Auf meine Anfrage hin hat uns die Firma HaseBikes ein Pino Tandem gesponsert. Vielen Dank noch einmal an dieses tolle Team, die immer ein offenes Ohr haben für Menschen mit Einschränkungen! 

 

Meine jetzige Planung geht also dahin, dass ich diese fantastische Reise mit einem blinden Menschen unternehmen möchte. Ich bin schwer auf der Suche nach dem geeigneten Tandempartner. Ich brauche noch einige Unterstützung von der Industrie für Ausrüstung. Weiterhin ist es geplant, dass uns Menschen in schwierigen Gegenden notfalls mit Lebensmitteln versorgen können sollten, etwa wo wir über Pässe von mehr als 3.000 Metern müssen oder in der Wüste Gobi. Dort sollten Unterstützer in der Nähe sein. Ich werde auf dieser Reise erstmals Verantwortung für eine andere Person übernehmen und möchte nicht scheitern und dabei jemand in Gefahr bringen. Ich habe oft erlebt, dass ich in Gegenden unterwegs war, wo der Nachschub eingeschränkt war. Ich musste 14 Liter Wasser transportieren um die nächste Station zu erreichen. Wenn ich diese Menge mal zwei Personen auf einem Tandem rechne, komme ich bald an Grenzen der Belastbarkeit und des Stauraums.

 

Hier kommt IHR ins Spiel: Wer mal einen etwas anderen Urlaub wagen möchte und sich vorstellen kann und Lust hat, uns in einem Auto zu begleiten, der kann ja mal drüber nachdenken, ob es nicht eine Bereicherung seines Lebens wäre. Man muss nicht ständig in unserer Nähe sein. Euren Urlaub müsstet ihr selbst finanzieren, wie wir auch, aber ich versuche eine Person oder Firma zu finden, die die Kosten eines Mietwagens übernimmt.

 

Es steckt alles noch in der Anfangsphase, und darum schaut immer wieder mal hier vorbei, denn es gibt in Kürze mehr.

 

Partner und Freunde